Kurs · Schulung · Workshop
AI-Assisted Architecture Engineering
Softwarearchitektur im arc42-Format mit Claude Code, OpenCode oder GitHub Copilot Agent Mode erstellen, hinterfragen und direkt in umsetzbare Implementierungen überführen.
Moderne Softwarearchitektur braucht mehr als gute Dokumentation – sie muss lebend, hinterfragbar und umsetzbar sein. In diesem praxisorientierten Kurs lernst du, wie du arc42 als strukturierten Rahmen mit der Stärke agentischer KI-Tools wie Claude Code, OpenCode oder GitHub Copilot Agent Mode kombinierst. Du erstellst und pflegst Architekturdokumente, generierst Sichten und Diagramme, schreibst Architecture Decision Records (ADRs), hinterfragst bestehende Architekturentscheide mit KI-Unterstützung und implementierst Features direkt auf Basis der Spezifikation. Der Kurs richtet sich an Architects und Engineers, die Architektur als lebendigen, zentralen Teil des Entwicklungsprozesses verstehen.
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Inhalt
In diesem Kurs arbeitest du mit agentischen KI-Tools wie Claude Code, OpenCode oder GitHub Copilot Agent Mode, um Softwarearchitektur im arc42-Format professionell zu erstellen, zu pflegen, zu hinterfragen und in konkrete Implementierungen zu überführen. Gemeinsam arbeiten wir an einem vorbereiteten Beispielprojekt – du lernst, wie du den KI-Agenten so mit Architekturkontext versorgst, dass er gezielt und korrekt im Sinne der definierten Architektur handelt.
- arc42 als Architekturrahmen: Struktur und die 12 Kapitel, Ziele, Qualitätsanforderungen und Kontextabgrenzung, Bausteinsicht, Laufzeitsicht und Verteilungssicht, querschnittliche Konzepte und Architekturentscheide
- Agentische KI-Tools als Architektur-Partner: Einrichtung und Konfiguration, CLAUDE.md als lebendiges Architektur-Kontextdokument, Architekturkontext gezielt in den Agenten einbringen
- Architektur erstellen und dokumentieren mit KI: arc42-Kapitel aus Anforderungen generieren, Diagramme mit PlantUML und Mermaid erstellen und iterieren, Konsistenz und Vollständigkeit sicherstellen
- Architecture Decision Records (ADRs): ADR-Format und Lifecycle verstehen, ADRs erstellen, aus bestehender Codebasis und Anforderungen ableiten, Alternativen und Trade-offs mit dem Agenten diskutieren
- Architektur hinterfragen und validieren: bestehende Architekturentscheide mit KI-Unterstützung challengen, Qualitätsattribute und Fitness Functions prüfen, technische Schulden und Risiken identifizieren und dokumentieren
- Von der Architektur zur Implementierung: Features End-to-End auf Basis der arc42-Spezifikation implementieren, Architekturkonformität sicherstellen, Regressionssicherung durch agentengestütztes Testing
- Architektur und Codebase synchron halten: Living Documentation, Drifts zwischen Architektur und Implementierung erkennen, kontinuierliche Architekturpflege im Entwicklungsalltag
- Zusammenarbeit und Übergabe im Team: Architektur als geteilter Kontext, agentische KI-Tools im Team-Workflow (Reviews, Onboarding, Wissenstransfer), Grenzen und Verantwortung im Zusammenspiel von Mensch und Agent
Du verlässt den Kurs mit einem lebendigen arc42-Architekturdokument, einer strukturierten ADR-Sammlung und dem Know-how, agentische KI-Tools dauerhaft als Architektur- und Implementierungspartner einzusetzen.
Der effektive Kursinhalt kann, abhängig von Trainer, Durchführung, Dauer und Konstellation der Teilnehmer:innen, von obigen Angaben abweichen.
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Mehr über arc42 und KI-gestützte Architektur
arc42 ist ein praxiserprobter, offener Template-Standard für Softwarearchitektur-Dokumentation. Er strukturiert Architekturwissen in 12 klar definierte Kapitel – von Zielen und Qualitätsanforderungen über Baustein- und Laufzeitsichten bis hin zu Architekturentscheiden und technischen Risiken. Kombiniert mit agentischen KI-Tools wie Claude Code, OpenCode oder GitHub Copilot Agent Mode entsteht ein leistungsstarkes Duo: strukturierte, lebende Dokumentation trifft auf einen Agenten, der diese Dokumentation versteht, hinterfragt und als Basis für konkrete Implementierungen nutzt.Weitere Ressourcen:
History
arc42 wurde um 2005 von Peter Hruschka und Gernot Starke entwickelt und als offenes Template veröffentlicht. Es entstand aus der praktischen Arbeit an realen Projekten mit dem Ziel, Architektur verständlich, kommunizierbar und wartbar zu machen. Heute ist arc42 besonders im deutschsprachigen Raum weit verbreitet und wird von der iSAQB als bewährtes Architekturframework anerkannt.
Architecture Decision Records (ADRs) wurden 2011 von Michael Nygard popularisiert und etablierten sich als einfache, versionierbare Methode, Architekturentscheide nachvollziehbar zu dokumentieren. Mit der Entstehung von agentischen KI-Tools wie Claude Code (2024) eröffneten sich völlig neue Möglichkeiten: Der Agent kann ADRs nicht nur generieren und strukturieren, sondern auch aktiv bei der Umsetzung auf deren Basis handeln.
Die Verbindung von strukturierter Architekturdokumentation und agentischer KI ist eine der spannendsten Entwicklungen im Software Engineering der letzten Jahre. Sie ermöglicht es, Architektur nicht als statisches Artefakt, sondern als lebendigen, maschinenlesbaren Kontext zu behandeln – der Basis für zuverlässige, architekturkonforme Entwicklung mit KI-Agenten.
