Kurs · Schulung · Workshop

AI Workloads auf Kubernetes

AI- und ML-Workloads produktiv auf Kubernetes betreiben: GPU-Scheduling, Model Serving mit KServe/vLLM, KEDA-Autoscaling, Orchestrierung mit Kubeflow/Ray sowie GitOps für Modelle.

Dieser praxisorientierte Kurs zeigt Platform Engineers, DevOps Engineers und SREs, wie sie AI- und ML-Workloads zuverlässig auf Kubernetes betreiben. Im Zentrum steht nicht das Modell selbst, sondern die Kubernetes-Plattform darunter – GPU-Nodes einbinden und teilen, Inferenz-Dienste deklarativ ausrollen, Trainings- und Batch-Jobs orchestrieren und alles reproduzierbar über GitOps steuern. Die Teilnehmenden bauen von GPU-Scheduling mit dem NVIDIA GPU Operator über Model Serving mit KServe, Ray Serve und vLLM bis zu Autoscaling mit KEDA und Observability mit DCGM und Prometheus einen vollständigen, produktionsreifen AI-Plattform-Stack auf Kubernetes. Der Kurs verbindet Kubernetes-Betriebswissen mit den Besonderheiten von AI-Workloads – teure GPUs, grosse Modell-Artefakte, lange Batch-Läufe und stark schwankende Inferenz-Last.

Stimmen unserer Teilnehmer:innen

Inhalt

Der Kurs besteht aus den folgenden Themen und kann je nach Publikum erweitert oder angepasst werden. Die Beispiele konzentrieren sich auf weit verbreitete, cloud-native AI/ML-Werkzeuge und Kubernetes-Betriebspraktiken. Für Inhouse-Kurse gibt es eine Auswahl an Technologien und Deployment-Szenarien, die gewählt werden können, um besser zum Publikum zu passen.

– Grundlagen: AI-Workloads auf Kubernetes:

  • Warum Kubernetes für AI/ML-Workloads
  • Workload-Typen: Inferenz, Training, Batch, Fine-Tuning
  • Besonderheiten: GPUs, grosse Artefakte, schwankende Last
  • Überblick über das Cloud-Native-AI-Ökosystem (CNCF, LF AI) – GPU-Nodes und Scheduling:
  • GPU-Nodes, Node Pools, Taints und Tolerations
  • NVIDIA GPU Operator: Treiber, Runtime, Device Plugin
  • GPU-Sharing: Time-Slicing und Multi-Instance-GPU (MIG)
  • Resource Requests, Limits und Resource Quotas für GPUs
  • Scheduling-Strategien, Affinity und Topologie – Storage für Modelle und Daten:
  • Persistent Volumes, Claims und CSI-Treiber
  • Modell-Caching und Warm Starts
  • Modell-Artefakte als OCI-Images und über Registries
  • Daten-Pipelines und Shared Storage für Training – Model Serving auf Kubernetes:
  • KServe und Knative für serverless Inferenz
  • vLLM auf Kubernetes betreiben
  • Ray Serve für verteiltes Serving
  • NVIDIA Triton Inference Server
  • Serving-Patterns: REST, gRPC, Streaming, Canary – Autoscaling für Inferenz-Last:
  • Horizontal und Vertical Pod Autoscaler
  • KEDA: Event-Driven Autoscaling und Scale-to-Zero
  • Cluster Autoscaler und Karpenter für GPU-Nodes
  • Skalierung nach Custom Metrics (Queue-Länge, Latenz) – Orchestrierung von Training und Batch:
  • Kubeflow Pipelines für ML-Workflows
  • Ray auf Kubernetes (KubeRay) für verteiltes Training
  • Argo Workflows für Batch- und Trainings-Jobs
  • Jobs, CronJobs und Gang Scheduling – GitOps für Modelle und Plattform:
  • Deklaratives Deployment mit Argo CD und Flux
  • Modell-Rollouts, Versionierung und Canary
  • Promotion über Umgebungen (Dev, Staging, Prod)
  • Reproduzierbarkeit und Rollbacks – Multi-Tenancy und Isolation:
  • Namespaces, RBAC und Resource Quotas
  • Fair Sharing knapper GPU-Ressourcen
  • Netzwerk- und Sicherheits-Isolation zwischen Teams – Observability für AI-Workloads:
  • GPU-Metriken mit DCGM Exporter
  • Prometheus und Grafana für Cluster- und Inferenz-Metriken
  • Latenz, Throughput und Token/s überwachen
  • Logs und Distributed Tracing für Inferenz-Pipelines
  • Cost-Tracking und Auslastungsanalyse – Security und Supply Chain:
  • Absicherung von Modell-Images und Artefakten
  • Signaturen, SBOMs und Admission Control
  • Secrets, Netzwerk-Policies und Isolation
  • Compliance-Aspekte beim Betrieb von AI-Workloads – Kosten und Effizienz:
  • GPU-Auslastung optimieren
  • Spot-/Preemptible-Nodes und Bin-Packing
  • Scale-to-Zero und bedarfsgerechtes Provisionieren
  • Benchmarking und Kapazitätsplanung – Best Practices und Zukunftstrends:
  • Referenzarchitekturen für AI-Plattformen auf Kubernetes
  • Team-Organisation für AI-Platform-Teams
  • Emerging Standards und Projekte im Cloud-Native-AI-Umfeld

Der Kurs kombiniert theoretische Grundlagen mit intensiven praktischen Übungen. Die Teilnehmenden bauen an einem echten Cluster einen produktionsreifen AI-Plattform-Stack auf und lernen, AI-Workloads zuverlässig und kosteneffizient auf Kubernetes zu betreiben.

Der effektive Kursinhalt kann, abhängig von Trainer, Durchführung, Dauer und Konstellation der Teilnehmer:innen, von obigen Angaben abweichen.

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Mehr über AI Workloads auf Kubernetes

Kubernetes hat sich zur Standard-Plattform für den Betrieb containerisierter Anwendungen entwickelt – und wird zunehmend auch zur Plattform für AI- und ML-Workloads. Der Betrieb von AI-Workloads stellt jedoch besondere Anforderungen: GPUs sind teuer und knapp, Modell-Artefakte sind gross, Trainings- und Batch-Läufe dauern lange und die Inferenz-Last schwankt stark. Kubernetes bietet mit GPU-Scheduling, Autoscaling, deklarativem Deployment und einem reichen Ökosystem an Operatoren die Bausteine, um diese Herausforderungen zu meistern.

Weitere Ressourcen:

History

Die GPU-Unterstützung in Kubernetes begann 2017 mit dem Device-Plugin-Framework, das Beschleuniger wie NVIDIA-GPUs für den Scheduler sichtbar machte. Mit dem NVIDIA GPU Operator wurde das Ausrollen von Treibern, Runtime und Monitoring automatisiert.

Parallel entstanden Projekte, die Machine Learning auf Kubernetes standardisierten: Kubeflow (2018) für ML-Pipelines, KServe (ursprünglich KFServing) für serverless Model Serving und Ray für verteiltes Training und Serving. Mit dem LLM-Boom ab 2022 kamen Inferenz-Engines wie vLLM hinzu, die – auf Kubernetes betrieben und mit KEDA autoskaliert – heute zu einem produktionsreifen AI-Plattform-Stack zusammenwachsen.